Die Schwedter Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe (SPD) sieht trotz staatlicher Hilfe große Besorgnis in der Region über die Zukunft der PCK-Raffinerie. Die Bundesregierung habe den Menschen versprochen, dass der Standort gesichert werde, sagte Hoppe der «Berliner Zeitung». «Daran haben viele heute Zweifel.» So seien zum Beispiel 400 Millionen Euro für die Ertüchtigung der Pipeline nach Rostock versprochen worden, um die Rohölversorgung zu verbessern.
«Aber schon seit Juni 2023 liegt der Antrag bei der EU und wird nicht beschieden», sagte die Bürgermeisterin. Außerdem sei der Aufbau der Wasserstoffproduktion «ins Stocken geraten». «Wir werden wieder Demonstrationen in der Stadt haben», sagte Hoppe. Die SPD-Politikerin hatte sich für ein Ende des Öl-Embargos gegen Russland ausgesprochen.
«Wenn sich die Bedingungen nicht ändern, werden hier Arbeitsplätze abgebaut», sagte Hoppe. Sie verwies auf den Betriebsratsvorsitzenden Danny Ruthenburg, der dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) Mitte März gesagt hatte, das Unternehmen schreibe «rote Zahlen in Millionenhöhe». Eine Sprecherin der Raffinerie sagte der Deutschen Presse-Agentur, PCK kommentiere die Aussagen des Betriebsrates nicht.