Den bevorstehenden Lieferstopp für Öl aus Kasachstan durch die Druschba-Pipeline kann die Raffinerie PCK nach Angaben aus Brandenburg zunächst mit Hilfe von Reserven im Mai abfedern. Trotz des Ausfalls könne die Raffinerie im Mai noch mit rund 80 Prozent Auslastung arbeiten und die Versorgung mit Treibstoff sichern, sagte Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Potsdam. Er nannte als Grund die vorhandene Öl-Reserve des Unternehmens in Schwedt im Nordosten Brandenburgs.
Russland hat angekündigt, vom 1. Mai an die Durchleitung von Öl aus dem zentralasiatischen Kasachstan durch die Pipeline Druschba nach Deutschland und damit zur Raffinerie PCK im Nordosten Brandenburgs zu stoppen. Eine Taskforce mit Vertretern der Landesregierung, des Bundes und der Raffinerie beriet am Vormittag in einer Videoschalte über die Folgen. Seit Tagen wird nach alternativen Öl-Mengen und anderen Lieferwegen gesucht, um einen Ausfall von kasachischem Öl zu ersetzen.
Neun von zehn Autos in Berlin und Brandenburg fahren mit Sprit aus der Raffinerie PCK, die rund 1.200 Beschäftigte hat. Auch Flugzeug-Kerosin und Bitumen für die Bauindustrie wird hergestellt.