Trotz der Konjunkturflaute entstehen in Deutschland wieder deutlich mehr Start-ups. Im ersten Halbjahr wurden einer Analyse des Startup-Verbands zufolge neue 1.500 Wachstumsfirmen gegründet - 9 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2024. «Wenn sich dieser Trend fortsetzt, könnte erstmalig seit 2021 die Zahl von 3.000 neuen Start-ups pro Jahr geknackt werden.» Besonders in Sachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen seien mehr Firmen entstanden, schrieb der Verband.
München und Berlin fast gleichauf
Während die meisten Start-ups in Bayern (343), Nordrhein-Westfalen (281) und Berlin (248) gegründet wurden, landen im Städteranking forschungsnahe Standorte weit vorn. Gerechnet pro 100.000 Einwohnern wurden in München am meisten neue Start-ups binnen zwölf Monaten gegründet (13,5), gefolgt von Heidelberg (13,4) und Berlin (13,2). Gut schneiden auch die Universitätsstädte Darmstadt (11,5) und Aachen (9,1) ab. Im Umfeld vom Hochschulen entstehen immer wieder erfolgreiche Start-ups, zugleich gibt es immer mehr Lehrstühle für Unternehmertum.
Neben den Hotspots Berlin und München seien kleinere forschungsnahe Standorte «die neuen Lokomotiven des Startup-Ökosystems», schrieb der Startup-Verband. Die Gründerbranche seit dadurch breiter aufgestellt, allerdings müssten Brücken zwischen beiden Welten geschlagen werden.
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