Aus Protest gegen den E-Autobauer Tesla wollen Umweltschützer ein Waldstück in Grünheide bei Berlin weiter besetzt halten. Einige der Aktivisten wollten die Nacht zum Freitag in ihren selbst errichteten Baumhäusern in einigen Metern Höhe verbringen. Nicht weit entfernt vom Protestcamp im Kiefernwald liegt die Tesla-Fabrik des US-Unternehmers Elon Musk. Die Polizei will vorerst nicht eingreifen.
Mit der Besetzung seit der Nacht zum Donnerstag will die Initiative «Tesla stoppen» eine Rodung des Waldstücks und eine Erweiterung des Tesla-Geländes verhindern. Zudem tobt ein Streit zwischen dem Unternehmen und dem zuständigen Wasserverband wegen einer Überschreitung von Abwassergrenzwerten.
Forderung an Brandenburgs Regierungschef
Die Bürgerinitiative Grünheide rief Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dazu auf, das Camp zu besuchen und mit den Besetzern zu sprechen. Im Wald bei der E-Autofabrik kamen am Donnerstag um die 100 Aktivisten zusammen, von denen etliche auch bei Protestaktionen im Hambacher Forst oder im Braunkohle-Dorf Lützerath dabei waren.