Nach der Einstellung der Schweine-Schlachtung in Perleberg verliert Brandenburg seinen größten Schlachthof-Standort. Längere Transportwege und Kosten für Landwirte im Nordosten Deutschlands sind die Folge. Der Präsident des Landesbauernverbandes, Henrik Wendorff, nannte eine Schließung des Betriebes in der Prignitz einen «herben Rückschlag für Schweinehalter und Verarbeitungsbetriebe». Brandenburgs Agrarministerin Hanka Mittelstädt setzt aber darauf, dass wieder neue Schlachtkapazitäten geschaffen werden.
Es gebe Interesse von Unternehmen aus der Landwirtschaft, «die sich gerne zusammenschließen wollen und womöglich auch auf einer grünen Wiese einen neuen Schlachthof errichten», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. «Wir werden das nicht übermorgen schaffen, aber in der Perspektive wäre es erst mal gewinnbringend, an so einem Konzept zu arbeiten.» Ob die Schlacht-Kapazitäten dann in der Größenordnung wie in Perleberg sein müssten, «werden wir sehen», sagte Mittelstädt.