Umweltaktivisten haben am Freitagmorgen in Berlin-Mitte einen Laden des US-Technologiekonzerns Apple mit roter Farbe beschmiert. Damit wollten sie gegen die gefährlichen Arbeitsbedingungen bei der Gewinnung des für Handys und andere Produkte benötigten Rohstoffs Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo protestieren, wie die Gruppe Scientist Rebellion in Berlin mitteilte.
Männer klebten zudem Plakate mit Slogans wie «No Congo, no Phone» oder «Brecht das Schweigen» an die Fassade des Gebäudes. Polizisten nahmen einen Beteiligten fest und warfen ihm Sachbeschädigung vor, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur vor Ort beobachtete. Die Polizei bestätigte die Festnahme eines 32-jährigen Mannes.
Ein zweiter Verdächtiger sei geflohen, teilte die Behörde mit. In unmittelbarer Nähe des Tatorts sei ein nicht angeschlossenes Fahrrad sichergestellt worden mit weiteren Plakaten und einem Farbeimer mit roter Flüssigkeit in Fahrradtaschen. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz beim Landeskriminalamt habe die Ermittlungen übernommen.