Jahrzehntelang wurden in der Markthalle Fisch, Käse und Wurst verkauft, Champagner ausgeschenkt und Mittagesgerichte über den Tresen gereicht. Jetzt hängen in den ehemaligen Räumlichkeiten des Feinkostbetriebs Rogacki keine Preisschilder mehr, sondern kleine Zettelchen mit einer Nummer. Nach der Insolvenz im Jahr 2025 steht das Inventar der Westberliner Institution in der Wilmersdorfer Straße zur Auktion.
Noch bis Donnerstag können riesige Gastrokühlschränke, aber auch sechs Dosen Senfgurken, 250 Stoffbeutel mit Rogacki-Logo oder Deckenpaneele ersteigert werden.
Eine ehemalige Mitarbeiterin streift am Mittwoch bei einem Besichtigungstermin durch die leeren Räume. «Ich habe hier gerne gearbeitet, es ist schade, dass hier zu ist», sagt sie. Fast 10 Jahre sei sie in der Markthalle angestellt gewesen.
Als Erinnerung möchte sie gerne etwas mit dem Rogacki-Logo ersteigern. «Ich hätte gerne noch Beutel, aber ich brauche keine 300 Stück.» Ihr Gebot für die Suppenschüsseln sei bereits überboten worden. Sie habe aber auch an einer der schönen alten Thekenwaagen und den Stehtischen Interesse, die sie gut für Partys in ihrem Garten gebrauchen könne.