Deutschlands Brücken sind in einem beklagenswerten Zustand - jüngstes Beispiel ist die A100-Brücke in Berlin. Die sogenannte Ringbahnbrücke - eine Lebensader im Westen der Hauptstadt - wurde Mitte März kurzerhand gesperrt, weil sie einzustürzen droht. Deutschlandweit hat die vorige Regierung allein im Bundesbesitz rund 4.000 Brückenbauten identifiziert, die dringend saniert werden müssen. Warum geht es dabei so langsam voran?
Am Geld soll es zumindest nicht scheitern. Für Investitionen in die Infrastruktur hat der Bund ein kreditfinanziertes Sondervermögen von rund 500 Milliarden Euro aufgelegt. «Aus dem Sondervermögen werden für die Straße zur Auflösung des Sanierungsstaus insbesondere bei Brücken und Tunneln Mittel zur Verfügung gestellt», heißt es in einem Papier der zuständigen Arbeitsgruppe aus den Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD. Doch wie das Geld aufgeteilt werden soll, ist unklar.