Die Bundesregierung dringt darauf, dass der russische Staatskonzern Rosneft nun rasch einen Verkauf seiner Mehrheitsanteile an der Ölraffinerie PCK im brandenburgischen Schwedt umsetzt. «Mit der Verlängerung der Treuhandverwaltung haben wir Zeit gewonnen, um den Verkauf der Rosneft-Anteile zu ermöglichen», sagte der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Michael Kellner (Grüne), am Freitag. Die russische Seite habe ihre Bereitschaft erklärt zu verkaufen. «Die Anhörung zur Enteignung hat den notwendigen Druck aufgebaut. Der Verkauf muss im nächsten halben Jahr dann auch umgesetzt werden.» Zudem bleibe auch die Möglichkeit einer Enteignung auf dem Tisch.
Kellner traf am Freitag in Schwedt mit Betriebsrat und Geschäftsführung zu Gesprächen zusammen. «Ich habe das Gefühl, dass es große Erleichterung in Schwedt gibt, dass die nächsten Schritte klar sind», sagte er. «Die Versorgungssicherheit ist gegeben und die Jobs sind sicher.» Rosneft hält 54 Prozent der Anteile an der Raffinerie im Nordosten Brandenburgs.