Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland hat der Forderung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) widersprochen, das Tempelhofer Feld zu bebauen. «Das Feld ist keine öde Fläche, sondern ein wertvoller Raum für die Stadtnatur, für das Stadtklima und nicht zuletzt für Sport und Erholung von Hunderttausenden», sagte die Geschäftsführerin des BUND Berlin, Gabi Jung.
Die Bebauungsforderung sei eine «Show-Nummer», die außerdem die Spaltung in der Stadt vertiefe. «Wenn das Scheitern der Politik bei den Versprechungen zur sozialen Wohnraumversorgung offenbar wird, dann muss das Tempelhofer Feld herhalten», kritisierte Jung. «Das halten seit vielen Jahren Berliner SPD und CDU so, nun ist auch Bundeskanzler Olaf Scholz auf den Zug aufgesprungen.»