Brandenburgs Linksfraktionschef Sebastian Walter hält die Ansiedlung von US-Elektroautobauer Tesla mit derzeit rund 12 000 Beschäftigten für ein Negativbeispiel für eine fehlende Einbindung der Region und Umweltrisiken. Walter warf der rot-schwarz-grünen Landesregierung am Dienstag vor, «Erfüllungsgehilfe» von Firmenchef Elon Musk zu sein. Die SPD-Fraktion wies seine Kritik zurück. Tesla hatte stets betont, es gebe keine Umweltrisiken.
Der Linksfraktionschef verwies unter anderem auf den Bau der Fabrik mit vorläufigen Genehmigungen, auf widerrechtlich eingesetzte Pfähle sowie Umweltvorfälle mit dem Austritt von Stoffen. «Tesla soll auch hier in Brandenburg produzieren, aber eben nach unseren Regeln», sagte Walter bei der Vorlage eines «Schwarzbuches», einer Sammlung von Negativbeispielen. Mit dem Vorgehen der Landesregierung sei Vertrauen verspielt worden für weitere Industrieansiedlungen. Das Wirtschaftsministerium reagierte darauf nur knapp: «Wir haben es zur Kenntnis genommen», sagte Sprecherin Irene Beringer.