Der Brandenburger Landtag will mit Hilfe von Bund und Land einen «Wildwuchs» beim Ausbau der Windräder stoppen. Die Koalitionsmehrheit von SPD und BSW fordert die SPD/BSW-Landesregierung auf, sich im Bund dafür einzusetzen, dass außerhalb ausgewiesener Windenergiegebiete keine Windkraftanlagen genehmigt werden dürfen. Außerdem sollen Möglichkeiten geprüft werden, «damit es nicht zu einem unkontrollierten Ausbau kommt». Erneuerbare Energien sollen stärker regional genutzt werden.
Infrastrukturminister Detlef Tabbert (BSW) unterstützt die Forderungen. Er sagte zugleich zu, einen unkontrollierten Ausbau so schnell wie möglich einzudämmen. Die regionalen Pläne für die vom Bund geforderte Ausweisung von Windenergieflächen sollten zügig genehmigt werden, um die bisher bestehende Privilegierung von Genehmigungen so schnell wie möglich einzuschränken, sagte Tabbert.
«Bei allem Fortschritt müssen wir auch an das Aussehen unserer Heimat denken, sonst verlieren wir die Akzeptanz für die Windenergie», sagte der SPD-Umweltpolitiker Wolfgang Roick. Die BSW-Energiepolitikerin Jenny Meyer warnte: «Der aktuelle Wildwuchs untergräbt die Akzeptanz vor Ort. Er schädigt unsere Kulturlandschaften und zerstört das Vertrauen in Politik.»