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Berliner Senat und Bezirke setzen sich für Erhalt bedrohter Galeria-Standorte ein

Auch drei Galeria-Filialen in Köln befinden sich auf der Liste. / Foto: Oliver Berg/dpa
Auch drei Galeria-Filialen in Köln befinden sich auf der Liste. / Foto: Oliver Berg/dpa

Der Berliner Senat will gemeinsam mit den Bezirken bedrohte Filialen der Warenhauskette Galeria erhalten; bundesweit sind 33 Häuser auf Prüfstand.

Der Berliner Senat will sich zusammen mit den betroffenen Bezirken für den Erhalt bedrohter Galeria-Standorte einsetzen. «Ich stehe dazu im engen Austausch mit der Geschäftsführung von Galeria», schrieb Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey bei Instagram. Zuvor hatte die SPD-Politikerin mit dem RBB und der «Berliner Morgenpost» gesprochen. 

Die neue Strategie der Warenhauskette biete die Chance, die Häuser zukunftsfähig aufzustellen, meinte Giffey. Es gehe nun darum, die richtigen Voraussetzungen zu schaffen, um die Standorte zu sichern. «Klar ist aber auch: ohne Veränderungen an den Rahmenbedingungen vor Ort wird es nicht gehen», so die Senatorin. 

In Berlin ist auch die Zukunft des Warenhauses am Alexanderplatz ungewiss. Die Eigentümergesellschaft Commerz Real wünscht sich einen Einzug der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB). Bislang gab es dazu noch keine endgültige Einigung mit dem Berliner Senat. Der Eigentümer bereitet sich darum laut RBB auf den Fall vor, dass die Verhandlungen scheitern. Man sei in Gesprächen für die Ausarbeitung eines Konzepts, teilte ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage mit. «Wir beabsichtigen, die Pläne noch vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus vorzulegen», so der Sprecher. In Berlin wird am 20. September gewählt.

33 Filialen auf dem Prüfstand 

Nach Unternehmensangaben werden bundesweit 33 Filialen der Warenhauskette Galeria auf ihre Rentabilität geprüft und könnten geschlossen werden. Galeria will mit den Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen verhandeln. Sollten keine tragfähigen Lösungen erarbeitet werden, sei die Fortführung der jeweiligen Filiale gefährdet. Bei einigen Häusern laufen die Gespräche bereits, bei anderen sollen sie jetzt beginnen. 

Neuer Millionenkredit für Galeria

Die angeschlagene Warenhauskette bekam kürzlich eine neue Kreditfinanzierung von bis zu 160 Millionen Euro. Die Kreditlinie wird von der US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers bereitgestellt und ist an einen Sanierungsplan geknüpft, der weitere Schließungen vorsieht. Im Juni wurde bereits bekannt, dass rund 30 der 83 Filialen als gefährdet gelten. 

Der Konzern, der rund 12.000 Menschen beschäftigt, hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz angemeldet. Grund dafür war unter anderem die finanzielle Schieflage des Mutterkonzerns Signa. Im Sommer 2024 wurden neun Standorte geschlossen. Seitdem gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.

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