Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wollen ihren grenzüberschreitenden Bahnverkehr ausbauen und damit Pendlern, Unternehmen und Touristen das mobile Leben leichter machen. Ein Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass im Nordwesten Brandenburgs und Südwestmecklenburg zwei Ausbauvarianten vorstellbar sind.
Die erste sieht eine Geschwindigkeit von 80 Kilometern in der Stunde (km/h) vor und würde mit 248 Millionen Euro zu Buche schlagen. Die zweite ist mit 160 km/h doppelt so schnell, aber mit 653 Millionen Euro um mehr als 400 Millionen Euro teurer. Der von beiden Ländern beauftragte Gutachter SMA und Partner schlug deshalb die 80-km/h-Option als Vorzugsvariante vor.
«Im Ergebnis sind beide Varianten positiv, wobei die Ertüchtigung auf 80 km/h wesentlich wirtschaftlicher ist», sagte Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert (BSW). Die Bahnverbindung sei von hoher Bedeutung für die gesamte Region im Nordwesten von Brandenburg und den Süden von MV. Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Wolfgang Blank (parteilos), betonte: «Es geht am Ende drum, den Großraum Berlin-Brandenburg mit Mecklenburg-Vorpommern zu verbinden. Das ist ein ganz wichtiger strategischer Punkt.»