Die Autobahngesellschaft des Bundes setzt in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg Dutzende Baumaßnahmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 320 Millionen Euro um. 76 Millionen Euro davon entfallen auf Mecklenburg-Vorpommern, 181 Millionen auf Brandenburg und 63 Millionen Euro auf Berlin, wie der Direktor der Niederlassung Nordost der Autobahn GmbH, Ronald Normann am Montag in Güstrow mitteilte. Zu den Arbeiten gehören unter anderem Fahrbahnerneuerungen und Brückensanierungen.
Neben den geplanten Baustellen sorgen auch die Folgen der Witterung für reichlich Arbeit. Der Winter sei sehr streng gewesen, so Normann. Aufgrund der vielen Frost-Tau-Wechsel gebe es entsprechend viele Schlaglöcher. Auf der A19 zwischen Röbel und der Landesgrenze Brandenburg in Fahrrichtung Rostock werde mit vielen Schäden gerechnet. Vermutlich müsse dort die Geschwindigkeit auf 80 oder 60 Kilometer pro Stunde reduziert werden. Derzeit gibt es dort kein Geschwindigkeitslimit.
Baustellen in Brandenburg und Berlin
Brandenburg verfügt über rund 800 Kilometer Autobahnkilometer, in Mecklenburg-Vorpommern sind es knapp 580 und in Berlin etwa rund 100 Kilometer. Die größte Baumaßnahme in Brandenburg sind die Arbeiten an der Mühlenfließbrücke bei Rüdersdorf. Auf drei Jahre gerechnet sind insgesamt 221,6 Millionen Euro für den 742 Meter langen Ersatzneubau eingeplant.
In Berlin wird die Baustelle auf der A115 Spanische Allee wohl länger dauern. Dies sei der gravierendste Eingriff in das Autobahnnetz in Berlin, so Normann. Es gebe dort viele Schwierigkeiten und Probleme. Hinderlich sei auch der strenge Winter gewesen. Die Arbeiten wurde noch bis Ende 2027 dauern und seien rund eine drei Viertel Jahr im Verzug.
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