Die Proteste gegen den Autobauer Tesla in Grünheide haben sich am Freitag deutlich verschärft. Während eines Demonstrationszugs versuchten Hunderte Aktivistinnen und Aktivisten am Mittag, auf das Firmengelände des Autobauers vorzudringen. Sie überwanden einen Wildzaun im Wald am Rande der Teslafabrik von US-Unternehmer Elon Musk. Auf das Werksgelände gelangten sie laut Polizei aber nicht. Diese war mit einem Großaufgebot im Einsatz, darunter Hundertschaften aus mehreren Bundesländern. Auch Wasserwerfer und ein Räumpanzer standen bereit, kamen zunächst aber nicht zum Einsatz. Zur genauen Zahl der Einsatzkräfte machte die Polizei am Freitag vorerst keine Angaben.
Immer wieder Zusammenstöße
Immer wieder kam es zu Zusammenstößen mit den Beamtinnen und Beamten. Die Polizisten setzten Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Mehrere Teilnehmer der Proteste sowie 21 Einsatzkräfte wurden verletzt, wie die Polizei am Abend mitteilte. Mehrere Menschen mussten vor Ort medizinisch behandelt werden. Der Polizei zufolge wurden mehrere Protestierende zwischenzeitlich festgesetzt, um deren Personalien aufzunehmen. Bis 19.00 Uhr seien 16 Personen in Gewahrsam genommen worden, hieß es.