Die Polizei ermittelt wegen rassistischer Parolen im Zusammenhang mit dem Lied «L'amour toujours» während eines Heimatfestes in Erkner im Oder-Spree-Kreis. Der Staatsschutz, der für politisch motivierte Straftaten zuständig ist, wertet unter anderem Bilder und ein Video zu dem Vorfall aus. Drei Männer sollen bei einem Fest volksverhetzende Parolen geäußert und zwei von ihnen auch den Hitlergruß gezeigt haben.
Der Bürgermeister der 12.000-Einwohner-Stadt, Henryk Pilz (CDU), teilte der dpa am Donnerstag mit, die Stadt verurteile den Vorfall, der sich jedoch nicht auf dem Festgelände der Stadt zugetragen habe. Der DJ, der den Partyhit «L’amour toujours» bei einem Fest des Angler-Vereines aufgelegt hatte, sagte, er werde den Titel künftig nicht mehr spielen. Zuvor hatten die «Märkische Oderzeitung» und andere Medien über den Fall berichtet.
Zuerst hatte ein kurzes Video von einer Pfingstparty in einem Lokal auf Sylt bundesweit Empörung ausgelöst, weil Gäste zu «L'amour toujours» rassistische Parolen wie «Ausländer raus» und «Deutschland den Deutschen» grölten. Nach dem Eklat auf Sylt häuften sich ähnliche Fälle. Ein Sprecher der Polizeidirektion Ost sagte am Donnerstag, das Lied werde von der rechten Szene missbraucht.