In der brandenburgischen Grenzregion zu Polen wird die Hochwasserlage an der Oder ernster - die Pegelstände steigen weiter und erste Straßen sind überflutet. In Eisenhüttenstadt ist das Wasser an einige Häuser herangekommen, es stand vereinzelt auch in Gärten und Garagen. Im rund 15 Kilometer entfernten Ratzdorf, wo das Erreichen der höchsten Hochwasseralarmstufe am Dienstagabend erwartet wurde, waren weite Teile der Natur bis zum Schutzdeich überflutet. Von größeren Schäden berichteten die Hochwasser-Regionen bislang aber nicht.
Krisenstäbe bereiten sich teils auf die höchste Alarmstufe vor - dies bedeutet aber nicht, dass ein Katastrophenfall ausgerufen wird. Dennoch sind die Einsatzkräfte in erhöhter Alarmbereitschaft. Deichläufer sind im Einsatz, um die Schutzdämme zu kontrollieren. Treibholz schwimmt bereits die Oder abwärts.
In Frankfurt (Oder) gibt es nach Angaben eines Sprechers keine Überschwemmungen in Wohngebieten. Deiche und Schutzwände halten, wie es hieß. Im benachbarten Slubice (Polen) sagte der Vize-Bürgermeister, Tomasz Stefanski, laut einer Mitteilung der Stadtverwaltung: «Wir können die Einwohner beruhigen. Im Moment sind wir sehr gut auf das Eintreffen der Hochwasserwelle sowohl in der Stadt als auch in den an die Oder angrenzenden Dörfern unserer Gemeinde vorbereitet.»