Gleich mehrere Sprengkörper sind in Brandenburg unschädlich gemacht worden. Bei Hohen Neuendorf und Oranienburg (Landkreis Oberhavel) waren zwei 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbomben entschärft worden. Im Süden von Frankfurt (Oder) sprengte der Kampfmittelräumdienst eine alte Panzermine.
3.000 Anwohner betroffen
Wegen der Sprengung der Weltkriegsbomben waren rund 3.000 Einwohner gebeten worden, ihre Häuser zu verlassen. Nach Angaben der Kommunen Hohen Neuendorf und Oranienburg kam es auch zu Einschränkungen im Verkehr. Auch im Frankfurter Ortsteil Lossow waren Anwohner betroffen. Diese konnten nach der erfolgreichen Sprengung aber bereits am Vormittag wieder zurück in ihre Wohnungen.
Sperrkreis gegen 15.00 Uhr aufgehoben
Deutlich länger wurden die Sperrungen im Berliner Speckgürtel aufrechterhalten. Um kurz nach 14.00 Uhr war die zweite Sprengung erledigt. Gegen 15 Uhr kam dann die Entwarnung von der Stadtverwaltung Hohen Neuendorf. «Die Sprengungen liefen erfolgreich. Der Sperrkreis wurde um 14.46 Uhr aufgehoben», hieß es. Die Straßen seien wieder befahrbar und alle Anwohnenden könnten in ihre Häuser und Wohnungen zurück.
Vor der Sprengung war ein Sperrkreis mit einem Radius von rund 1.200 Metern um die Fundstelle eingerichtet worden. Dieser reichte bis in die umliegenden Wohngebiete und erforderte somit nicht nur Straßensperrungen, sondern eine Evakuierung. Nach der Sprengung wurde wegen der hohen Waldbrandgefahr das Waldgebiet rund um die Sprengungen von der Feuerwehr noch gewässert.
Von der Sperrung betroffen waren in Hohen Neuendorf unter anderem der «Gartenmarkt Pflanzenkölle» und die «Kita Krümelkiste». Der Borgsdorfer S-Bahnhof lag demnach auch im Sperrgebiet, sodass es zu Einschränkungen im Bahnverkehr kam.
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