Die Berliner rufen aus Sicht von Feuerwehrchef Karsten Homrighausen nach wie vor den Notruf zu häufig. «Die 112 ist für den Ernstfall, für lebensgefährliche Situationen», betonte Landesbranddirektor Homrighausen im Interview der «Berliner Morgenpost». Die Feuerwehr komme als Organisation an ihre Grenzen, wenn wegen jedem kleinen Ereignis der Notruf gewählt werde.
Den Menschen müsse klar sein: Wenn sie die Notfallnummer belegten mit einem Ersuchen, das kein medizinisch dringender Notfall sei, könne es sein, dass ein Rettungswagen durch solche Nebensächlichkeiten gebunden sei - und nicht zu einem wirklichen Notfall fahren könne. Homrighausen wies erneut darauf hin, dass der Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung bei akuten Beschwerden und geschlossenen Hausarztpraxen (116 117) die richtige Adresse sei.