Beim Bevölkerungsschutz hinkt Berlin weiterhin hinterher - aber zumindest akustisch soll ein Fortschritt nun laut und deutlich zu hören sein. Zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren werden in Berlin wieder offizielle Warnsirenen ertönen. Beim bundesweiten Warntag am nächsten Donnerstag sollen mehr als 200 der in den vergangenen Jahren aufgestellten Sirenen angeschaltet werden und aufheulen, wie Innensenatorin Iris Spranger (SPD) ankündigte.
Um Punkt 11.00 Uhr am 11. September ist ein sehr lauter an- und abschwellender Ton eine Minute lang zu hören. Um 11.45 Uhr wird Entwarnung mit einem einminütigen Dauerton gegeben. Die Stromversorgung der Sirenen läuft über Solarmodule und Akkus, angeschaltet werden sie zentral. Mindestens 130 Dezibel, zum Teil auch 140 Dezibel sollen sie laut sein. Flugzeugtriebwerke haben eine ähnliche Lautstärke.