In der Kleingartenkolonie «Zukunft» am Teltow-Kanal in Berlin-Lichterfelde ist es normalerweise still in der kalten Jahreszeit. Doch am 3. Januar verübten mutmaßliche Linksextremisten hier an einer Kanalbrücke mit wichtigen Kabeln einen Brandanschlag. Folge war Berlins längster Stromausfall in der Nachkriegszeit. 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten im Südwesten der Stadt und 2.200 Gewerbebetriebe standen - bei Schnee und Eiseskälte - schlagartig ohne Strom da und in der Folge auch ohne Heizung, Internet und Telefon. Bei vielen floss der Strom erst nach mehr als vier Tagen wieder.
Einen Monat später ist Berlin immer noch mit der Aufarbeitung des Geschehens und des folgenden Hilfseinsatzes beschäftigt, an dem selbst die Bundeswehr beteiligt war. Nicht nur an der Kabelbrücke wird gearbeitet. An vielen Stellen muss die Normalität noch warten, die To-do-Listen vieler Beteiligter sind lang: Was steht jetzt an, welche Lehren müssen gezogen werden?