Waschbären beschädigen immer häufiger Gebäude oder technischen Einrichtungen in Berlin. «Bei den Behörden gehen zunehmend Beschwerden der Bevölkerung zu Konflikten mit Waschbären ein», antwortete der Senat auf eine Anfrage der Grünen.
Es folgte eine lange Liste mit Einrichtungen, an denen Wachbären, die sich in Gebäudeteilen wie Dächern einrichten, Zerstörungen anrichteten: Charité, BSR-Gebäude, Firmengelände, Revierförstereien, Arztpraxen, Oberstufenzentren, Schulen, Heizkraftwerk, Schwimmbäder, Wasserwerke, Kasernen, Parkanlagen und Wohngebäude.
Von 2020 bis 2025 seien 83 Waschbären getötet worden. In 24 Fällen sei es um den Schutz sensibler Infrastruktur, das Abwenden von Objektschäden oder Hygieneanforderungen gegangen, so der Senat. Der Bestand der eingewanderten Waschbären werde dadurch aber nicht reduziert, die gezielte Tötung einzelner Tiere finde in konkreten Konfliktfällen statt. Inzwischen ist die Jagd in Berlin ebenso wie in vielen anderen Bundesländern während des ganzen Jahres möglich.
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