Nach der Ausbreitung der giftigen Goldalge in der Oder und vielen toten Tieren in Brandenburg sind nun auch in Polen größere Mengen verendeter Fische gefunden worden. Auf Höhe der Stadt Glogow seien innerhalb von drei Tagen 600 Kilogramm toter Fische aus dem Fluss geborgen worden, teilte die Verwaltung der Woiwodschaft Niederschlesien am Donnerstag mit. Dabei handele es sich sowohl um Jungfische als auch um größere Exemplare.
Proben der verendeten Fische und des Flusswassers würden im Labor untersucht, um die Ursache für das Fischsterben zu klären. Zuletzt seien die Werte für das Vorkommen der giftigen Goldalge (Prymnesium parvum) zurückgegangen, hieß es weiter.
Nabu fordert besseren Schutz der Oder
Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) forderte am Donnerstag einen besseren Schutz des deutsch-polnischen Grenzflusses. Die Umweltbehörden gaben nach hohen Messwerten bislang keine Entwarnung. Die giftige Goldalge hatte in Kombination mit Niedrigwasser und hohen Temperaturen im Sommer vor zwei Jahren ein massenhaftes Fischsterben in der Oder ausgelöst.