Beim Umgang mit dem Wolf und der Frage der Abschüsse scheint kein rasches Ende des Streits in Sicht. Ländervertreter unterstützen zwar die Pläne der Bundesregierung, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen. Sie äußerten im Bundesrat in Berlin aber auch Kritik an konkreten Vorschlägen.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte: «Es ist richtig, dass der Wolf in das Bundesjagdgesetz aufgenommen wird. Was nun kommen muss, ist ein Bestandsmanagement, um die Populationsentwicklung zu kontrollieren.» Nur so lasse sich die Akzeptanz in der Bevölkerung sichern. «Wir brauchen rechtssichere und praktikable Möglichkeiten im Umgang mit dem Wolf.»
Mit Bestandsmanagement ist in der Regel der Umgang mit dem Wolf bis hin zum Abschuss gemeint. Nach den Plänen der Bundesregierung soll die Zahl der Wölfe in bestimmten Regionen, in denen der «Erhaltungszustand» der Tiere günstig ist, reduziert werden können. Vorgesehen ist eine Jagdzeit vom 1. Juli bis 31. Oktober.