Der Klima-Hungerstreik in Berlin ist beendet. Dies teilte die Kampagne «Hungern bis ihr ehrlich seid» am Donnerstag mit. Bundeskanzler Olaf Scholz habe weder eine Trendwende im Klimaschutz eingeleitet noch das Gespräch gesucht. Deshalb habe man sich entschieden, die Kampagne einzustellen. Am Hungerstreik hatten sich acht Menschen zu unterschiedlichen Zeiten beteiligt.
Sie wollten Scholz zu einer Regierungserklärung bewegen. Darin sollte der SPD-Politiker öffentlich zu verkünden, dass der Fortbestand der Zivilisation extrem gefährdet sei, dass die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre schon jetzt zu hoch und kein CO2-Budget mehr übrig sei und dass man radikal umsteuern müsse. Nun erklärten die Aktivisten: «Anstatt die Wahrheit über die Klimakrise auszusprechen, bevorzugt es Scholz, über Symptombekämpfung zu sprechen.»
Der Aktivist Wolfgang Metzeler-Kick hatte die Aktion am 7. März begonnen. Er nahm insgesamt 92 Tage keine feste Nahrung zu sich, sein Mitstreiter Richard Cluse 77 Tage. Weitere Teilnehmer hatten den Hungerstreik später aufgenommen.