Sie verspeist ihre männlichen Artgenossen nach der Paarung. Jetzt breitet sie sich in Berlin aus: Die Gottesanbeterin, ein imposantes Insekt, ist nach Angaben des Naturschutzbundes (Nabu) inzwischen in allen Bezirken der Hauptstadt zu finden. Grund dafür sei der Klimawandel.
Auf dem Schöneberger Südgelände wurden Tiere gefunden, deren Vorfahren dort vermutlich in den 80er Jahren ausgesetzt worden waren, wie Exemplare Nabu-Artenschutzreferentin Janina Klug erklärte. «Heute kann man in ganz Berlin auf Brachen, Schuttflächen oder an sonnigen Wegrändern mit etwas Glück diesem faszinierenden Insekt begegnen.»
Nach Angaben der Expertin wurden in diesem Jahr bundesweit bereits sehr viele der Fangschrecken gesichtet. Üblicherweise werden demnach die meisten Tiere erst im August gemeldet. In diesem Jahr seien jedoch allein in der letzten Juliwoche auf der Plattform NABU-naturgucker.de bereits mehr als 2.000 Beobachtungen gemeldet worden - darunter 166 Hinweise aus Berlin. Als einen Grund sehen die Naturschützer die Hitze in diesem Sommer.