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Berlin: Mehr Beschwerden über überfüllte Depotcontainer und Sperrmüll

Altglascontainer sind oft überfüllt, das zieht Beschwerden von Bürgern nach sich. / Foto: Torsten Holtz/dpa
Altglascontainer sind oft überfüllt, das zieht Beschwerden von Bürgern nach sich. / Foto: Torsten Holtz/dpa

Bis Januar 2026 stiegen in Berlin die Beschwerden über überfüllte Depotcontainer; teils lag Sperrmüll und Elektroaltgeräte an den Standplätzen.

Überfüllte Altglascontainer, ringsum Sperrmüll und Unrat – das hat viele Berliner zuletzt so sehr genervt, dass deswegen viel mehr Beschwerden bei den Behörden eingegangen sind. «Im letzten Jahr bis in den Januar 2026 häuften sich die Beschwerden wegen überfüllter Depotcontainer auf öffentlichem Straßenland», heißt es in einer Antwort des Senats auf eine schriftliche Anfrage mehrerer CDU-Abgeordneter. Das Problem betraf demnach das gesamte Stadtgebiet. 

Alle Beschwerden wurden demnach umgehend weitergeleitet, an die laut Gesetz zuständigen privaten Betreiber des dualen Systems. Nach dem Verpackungsgesetz haben allein sie den Auftrag zur Altglassammlung; inklusive Aufstellung, Wartung und Entleerung.

Teilweise keine Abholung von Silvester bis Mitte Januar 

Ein unschönes Beispiel war demnach der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Dort wurden die Container durch den beauftragten Entsorger «augenscheinlich nach Silvester bis in die zweite Hälfte Januar 2026 nicht mehr entsorgt», wie die Senatsverwaltung für Umwelt berichtet. Gründe für «die Schlechtleistung» seien nicht bekannt. Doch seien die «unhaltbaren Zustände» dem zuständigen Systembetreiber umgehend übermittelt worden.

Bei einem anderen Entsorger hatte sich demnach die Personaldecke, also die Tourenmannschaft, Ende des Jahres kurzfristig halbiert. «Die Situation sollte sich inzwischen verbessert haben», hieß es.

Generell strebt der Senat an, das Standortnetz der Glascontainer auszubauen, denn es sei schon seit vielen Jahren nicht ausreichend. Das gelte besonders für Wohngebiete, in denen es bisher keine oder eine unzureichende Sammlung gibt – was aber oft schwierig sei. Der Senat befürwortet daher eine Verpflichtung, dass Lebensmittelhändler Glascontainer bereitstellen müssen - insbesondere bei Einkaufszentren und Großmärkten.

Restmüll, Sperrmüll, Elektroaltgeräte werden abgeladen

Zurzeit werde die Sauberkeit der Stadt durch den Zustand vieler Depot-Container und ihrer Standplätze «nicht positiv beeinflusst», heißt es etwas umständlich in der Antwort des Senats. Immer wieder würden die Container plakatiert und mit Grafitti beschmiert sowie an Standplätzen rechtswidrig diverser Abfall abgeladen, etwa Restmüll, Sperrmüll, Elektroaltgeräte und Altbatterien.

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