Das Urteil über eine Schadensersatzforderung des ehemaligen Schiedsrichters Manuel Gräfe gegen den Deutschen Fußball-Bund in Höhe von rund 800.000 Euro soll am 5. Juni fallen. Dies verkündete der Vorsitzende Richter Richard Kästner nach dem Auftakt der Berufungsverhandlung vor dem Oberlandesgericht Frankfurt.
Nicht ausgeschlossen ist aber auch eine außergerichtliche Einigung der beiden Streitparteien. «Ich habe mich drei Jahre lang fit gehalten und immer meine Hand ausgestreckt. Der Ball liegt jetzt beim DFB», sagte Gräfe nach der Verhandlung. «Wir stehen bereit, wenn es konstruktive Vorschläge vom DFB geben sollte. Dabei spielt die finanzielle Seite eine gewisse Rolle, es geht aber auch um eine Rehabilitierung», sagte Gräfes Anwalt Olaf Methner.
Dem OLG wäre eine Klärung außerhalb des Gerichtssaals willkommen. «Auf der einen Seite kann Geld fließen, eine andere Möglichkeit ist es, aufeinander zuzugehen. Wenn es darum geht, wieder als Schiedsrichter aktiv zu sein, könnten Brücken gebaut werden», sagte Kästner.