Rani Khedira hat seine Nationalmannschaftskarriere für Tunesien nach nur sechs Länderspielen beendet. «Nach der Weltmeisterschaft ist nun die Zeit gekommen, den Blick nach vorn zu richten. Tunesien verfügt über viele junge und talentierte Spieler, die das Potenzial haben, die Zukunft der Nationalmannschaft erfolgreich zu gestalten», ließ Khedira über seine Berater-Agentur verkünden. Zudem sei der 32 Jahre alte Union-Profi überzeugt, dass die jüngeren Spieler «bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und den tunesischen Fußball in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln». Der Mittelfeldspieler habe deshalb «nach reiflicher Überlegung» den Entschluss gefasst, «dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, Platz für diesen weiteren Entwicklungsprozess zu machen». Khedira hatte am 29. März im Freundschaftsspiel in Haiti (1:0) das erste seiner sechs Länderspiele für Tunesien (1:0) bestritten. Bei der abgelaufenen Weltmeisterschaft kam der Bruder von 2014er-Weltmeister Sami Khedira in allen drei verlorenen Gruppenspielen gegen Schweden (1:5), Japan (0:4) und die Niederlande (1:3) zum Einsatz. «Es war mir jedes Mal eine große Ehre, das Trikot der tunesischen Nationalmannschaft zu tragen und Tunesien auf internationaler Bühne vertreten zu dürfen. Auch wenn meine Zeit in der Nationalmannschaft vergleichsweise kurz war, habe ich großen Stolz empfunden», sagte Khedira. Das von großer Unruhe begleitete Vorrundenaus ging mit der Entlassung von Trainer Sabri Lamouchi nach dem ersten Gruppenspiel gegen Schweden einher. Besser wurde es aus auch unter Nachfolger Hervé Renard nicht, der inzwischen die Elfenbeinküste übernommen hat. Tunesien wird nunmehr von Moine Chaabani trainiert. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenRichtiger Zeitpunkt
Chaotischer Neuanfang