Zumindest ein positives Fazit konnte bei Alba Berlin nach der Euroleague-Heimpleite gegen Maccabi Tel Aviv gezogen werden. Die befürchteten antiisraelischen Ausschreitungen blieben am Donnerstagabend aus. «Wir haben das als einen großen Einsatz angelegt, aber es hat auch genauso funktioniert, wie wir es vorgehabt haben. Es ist zu keinen nennenswerten Vorkommnissen gekommen. Ein großartiges Ergebnis», sagte Polizeisprecher Florian Naht.
Rund 1500 Einsatzkräfte der Polizei waren im Einsatz. Mögliche Störer wurden nach Polizeiangaben bereits vor den Absperrungen abgefangen. «Es gab diverse Personen, die wir vorher schon beobachtet hatten, wie sie versucht haben, sich hier anzunähern an die Arena. Und deshalb haben wir sie sofort gestoppt und kontrolliert», sagte der Polizeisprecher. Es gab bis zum Abend keine Festnahmen.
In der Halle blieb es auch weitestgehend ruhig. Es gab nur drei kleine Zwischenfälle, ohne dass die Polizei eingreifen musste. Zweimal hielten jeweils zwei Personen ihre Palästinensertücher hoch, einmal riefen zwei Personen kurz «Free Palestine». «Die sind hier gezielt von der Arena-Sicherheit angesprochen und entweder herausgeleitet oder gebeten worden, mit den Provokationen insbesondere gegenüber den Maccabi-Fans aufzuhören», sagte Nass.