Bei der WM vor vier Jahren war sie noch die jüngste Spielerin im Kader der deutschen Hockey-Nationalmannschaft, heute ist sie eine von zwei Kapitäninnen: Die Berlinerin Linnea Weidemann kämpft aktuell im belgischen Wavre mit dem DHB-Team um den Einzug in die Zwischenrunde.
«Vier Jahre sind eine lange Zeit. Es fühlt sich an, als wäre ich schon ewig dabei», verrät die 22-Jährige und erläutert: «Nach dem Umbruch nach den Olympischen Spielen in Paris habe ich eine andere Rolle im Team eingenommen.»
Der EM-Zweite ist nach dem 3:0 gegen Schottland und dem 2:3 gegen Argentinien Gruppendritter und braucht am Mittwoch im Abschlussspiel gegen die USA einen Sieg für das Weiterkommen.
Weidemann hat im Frühjahr 2022 mit gerade einmal 18 Jahren bereits die U21-WM in Südafrika gespielt und wurde dort mit dem DHB-Nachwuchs Vize-Weltmeisterin. Noch im selben Jahr schaffte sie den Sprung in den A-Kader, erreichte mit den Damen Rang vier bei der WM in Amsterdam und Terrassa. Seitdem ist sie aus der Innenverteidigung nicht mehr wegzudenken. Bundestrainerin Janneke Schopman sagt: «Mit ihren defensiven Zweikämpfen und ihrer Ruhe am Ball spielt Linnea eine wichtige Rolle in unserer Abwehr.»