Nach der Eskalation zwischen der Berliner Polizei und Hertha-Fans gibt es einen Rassismusvorwurf gegen einen Beamten. «Ein Präsidiumsmitglied wurde aufgrund seiner Hautfarbe und einer Zuordnung eines Landes vom Polizisten nicht in der feinsten Art angesprochen. Es wurde einfach so lapidar gesagt: "Da, wo Sie herkommen, spielt es ja eh keine Rolle, was ich sage"», sagte Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses. «Es ist einfach ein Faktum, das liegt mir auch schriftlich vor.» Zuvor hatte die «Berliner Morgenpost» berichtet.
«Wir arbeiten das aber auch in den Dialogformaten in unserer Richtung sehr aktiv auf, weil dieses Diversitäts-Wörtchen ist nicht nur schick, sondern ist die Grundlage unserer Gesellschaft», sagte Görlich. Das Fehlverhalten auf beiden Seite müsse aufgearbeitet werden. Zuvor war in dem Ausschuss vonseiten der Behörden auch über Beleidigungen gegen Polizisten berichtet worden.
Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel sagte zu dem Rassismusvorwurf, dass dieser vermutlich zu den zehn vorliegenden Beschwerden gegen die Polizei gehöre. «Die werden natürlich alle auf strafrechtlich relevantes oder disziplinarwürdiges Verhalten geprüft», sagte sie. Wenn sich der Vorwurf so bestätige und relevant sei, «dann wird es die entsprechenden Folgen haben.»