Union-Coach Steffen Baumgart findet seinen Ruf als emotionaler Trainer an der Seitenlinie übertrieben. «Ich bin sehr ruhig, ich bin sehr zurückhaltend. Wenn ich wirklich explodieren würde, sieht es noch ganz anders aus. Das habt ihr noch gar nicht erlebt», sagte der 54-Jährige vor dem Bundesligaspiel der Berliner gegen Eintracht Frankfurt am Freitagabend (20.30 Uhr/Sky).
Er konzentriere sich fast nur auf seine Mannschaft, aber noch etwas zu oft auch auf den Schiedsrichter, räumte Baumgart ein. «Aber auch da bin ich mir relativ sicher, dass ich auf einem sehr, sehr guten Weg bin», sagte er. Bei den zuletzt strauchelnden Hessen ist es das erste Pflichtspiel unter dem neuen Cheftrainer Albert Riera, der ebenfalls als leidenschaftlicher Vertreter der Berufsgruppe gilt.
Ausgerechnet gegen die Hessen scheint Baumgarts Emotionalität als Union-Trainer aber intensiver zum Vorschein zu kommen. «Einen Tag später war ich immer gesperrt, einmal mit Rot, einmal mit der Gelben Karte», sagte der Coach.