Am Ende eines wilden Spiels inklusive Stinkefinger-Aktion von Union-Trainer Steffen Baumgart standen die Profis von Eintracht Frankfurt mit hängenden Köpfen auf dem Rasen und haderten mit dem Absturz im Bundesliga-Alltag. Nur drei Tage nach dem Höhenflug in der Champions League haben sich die lange ideenlos agierenden Hessen beim 3:4 (1:2) gegen den 1. FC Union Berlin nicht für eine starke Schlussoffensive belohnen können und durch die zweite Saison-Niederlage schon früh den Anschluss an Tabellenführer Bayern München verloren.
Die Unioner um Dreifachtorschütze Oliver Burke feierten dagegen mit den mitgereisten Fans - allerdings ohne ihren Trainer. Baumgart hatte kurz vor Ende der regulären Spielzeit die Rote Karte gesehen, nachdem er gemeckert und eine Papierkugel auf den Rasen gekickt hatte. TV-Bilder zeigten zudem, wie er nach einem Kopfschütteln kurz den Mittelfinger Richtung Platz zeigte.
Darauf angesprochen stritt Baumgart aber ab, die Geste gemacht zu haben: «Nein.» Später räumte er in der Pressekonferenz ein: «Ich habe ins Leere geguckt. In welche Richtung ging das? In keine Richtung. Alles gut. Das war eine Emotion aufgrund des vorherigen Videobeweises.»