Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat der Opfer des Volksaufstandes und des Widerstands in der DDR gedacht. «Am 17. Juni 1953 nahmen mutige Menschen – Arbeiterinnen und Arbeiter, Jugendliche, Enttäuschte aus der gesamten DDR – ihr Schicksal selbst in die Hand und erhoben sich gegen das SED-Regime», sagte Weimer laut einer Mitteilung. «Der Mut dieser Menschen, sich für ein freies Deutschland einzusetzen, bewegt mich zutiefst.»
Künftig soll auch im Herzen Berlins an die Opfer des SED-Unrechts erinnert werden. Das Projekt geht laut der Mitteilung aus Weimers Büro nun in eine entscheidende Phase: An diesem Donnerstag werden die Auslobungsunterlagen für den künstlerischen Gestaltungswettbewerb für das Denkmal zur Mahnung und Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Diktatur in Deutschland an die bereits ausgewählten Wettbewerbsteilnehmenden versandt, wie es hieß.
Ebenfalls am Donnerstag wird der Kulturstaatsminister der Mitteilung zufolge in Zeitz einen Kranz am Mahnmal für Pfarrer Oskar Brüsewitz niederlegen. Dieser verbrannte sich dort am 18. August 1976 aus Protest gegen die Bildungs- und Kirchenpolitik des SED-Regimes selbst.