In Berlin hat die Polizei nach dem Christopher Street Day Bilanz gezogen. Während die Hauptveranstaltung mit über 250.000 Besuchern ausgelassen und friedlich verlaufen sei, habe es bei der zeitgleichen stattfindenden, aber deutlich kleineren Kundgebung «Internationalist Queer Pride» in Neukölln etliche Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei gegeben, hieß es.
In der Spitze habe es bei dem Aufzug, bei dem Solidarität mit Palästina gefordert wurde, am Samstag 5.600 Teilnehmer gegeben. Einige von ihnen hätten Glasflaschen und Farbbeutel auf Polizisten und Pressevertreter geworfen. Außerdem seien strafbare Sprechchöre skandiert und Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gezeigt worden.
Im Verlauf der insgesamt drei Versammlungen zum Nahost-Konflikt seien am Samstag 31 Personen vorübergehend festgenommen worden, berichtete die Polizei. Darüber hinaus seien 37 Strafermittlungsverfahren eingeleitet worden, unter anderem wegen Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf Beamte, besonders schweren Landfriedensbruchs und Diebstahls. Zwölf Polizisten seien verletzt worden.