An den Plänen für ein Gesetz zur Beschleunigung von Bauvorhaben in Berlin gibt es Kritik. Der Naturschutzbund (Nabu) Berlin nennt sie einen Affront. Bausenator Christian Gaebler (SPD) wolle für das Schneller-Bauen-Gesetz das Berliner Naturschutzrecht massiv schwächen, kritisierten die Natur- und Umweltschützer am Montag mit Berufung auf einen internen Entwurf zur Vorbereitung des Gesetzes.
Nabu spricht von einem «Anschlag auf die Berliner Stadtnatur»
Außerdem wolle der Senator geschützte Biotope wie Feuchtwiesen, Feldhecken und naturnahe Eichenmischwälder aus dem Naturschutzgesetz streichen, sodass sie ohne Genehmigung zerstört werden könnten. «Gaeblers Entwurf ist ein Anschlag auf die Berliner Stadtnatur», sagte Nabu-Geschäftsführerin Melanie von Orlow. «Und ein Affront für die Zivilgesellschaft, die sich mit viel Engagement und Fachkompetenz für den Naturschutz einsetzt.»
So würden die Umweltverbände künftig nicht bei der Umwandlung von Waldgebieten in Windvorrangflächen beteiligt. Es sei völlig verantwortungslos, den Naturschutz in Zeiten von Klimawandel und Artenkrise weiter einzuschränken. «Geschützte Biotope zu vernichten, wird uns keine einzige bezahlbare Wohnung bringen.»