Direkte Demokratie ist in Berlin gängige Praxis. Im Ländervergleich liegen die beiden Stadtstaaten Berlin mit acht und Hamburg mit neun Volksentscheiden im Zeitraum von 1946 bis 2025 weit vorn. Bundesweit waren es insgesamt nur 28. Das geht aus dem neuen Volksbegehrensbericht des Verbands «Mehr Demokratie» hervor.
Ein Volksentscheid ist die dritte und höchste Stufe der direkten Demokratie. In neun Bundesländern hat es bisher noch nie einen Volksentscheid gegeben. In Berlin hat zuletzt insbesondere der erfolgreiche Volksentscheid «Deutsche Wohnen & Co. enteignen» für Schlagzeilen gesorgt, bei dem sich eine Mehrheit von rund 60 Prozent für die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen ausgesprochen hat.
Beim Volksbegehren «BaumEntscheid» für deutlich mehr Straßenbäume und kleine Parks in Berlin ist es nicht zu einer Abstimmung im Rahmen eines Volksentscheids gekommen: Das Abgeordnetenhaus hat den Antrag übernommen, die Initiative war auf diesem Weg erfolgreich.