In der Debatte um besseren Schutz vor digitaler Gewalt - etwa pornografischen Fake-Bildern - hat Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) schärfere Gesetze und eine strenge Bestrafung der Täter gefordert. «Digitale Gewalt gehört mit aller Härte verfolgt», teilte Spranger der dpa mit. «Ein wirksames digitales Gewaltschutzgesetz muss Lücken im Strafgesetz schließen. Wer Menschen im Netz jagt, bedroht oder entwürdigt, greift ihre Würde genauso an wie auf offener Straße. Dagegen muss der Staat konsequent, entschlossen und mit strafrechtlichen Konsequenzen reagieren.»
Zugleich wurde für Sonntagnachmittag (16.00 Uhr) eine Demonstration gegen digitalisierte Gewalt am Brandenburger Tor angekündigt. Es gehe um Solidarität mit allen Betroffenen, «um auf strukturelle Missstände und Gesetzeslücken im Kontext von digitaler und analoger sexualisierter Gewalt in Deutschland aufmerksam zu machen», hieß es von den Initiatoren, dem neu gegründeten Bündnis «Feminist Fight Club!».