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Innenminister Redmann: «Digitale Gewalt ist reale Gewalt»

Jan Redmann fordert eine konsequente Strafverfolgung bei digitaler Gewalt. (Archivbild) / Foto: Soeren Stache/dpa
Jan Redmann fordert eine konsequente Strafverfolgung bei digitaler Gewalt. (Archivbild) / Foto: Soeren Stache/dpa

Gegen pornografische Deepfakes sind neue Gesetze geplant. Brandenburgs Innenminister sagt, dass es mehr brauche als einen strengeren gesetzlichen Rahmen.

In der Debatte um besseren Schutz vor digitaler Gewalt - etwa pornografischen Fake-Bildern - fordert Brandenburgs neuer Innenminister Jan Redmann (CDU) eine konsequentere Strafverfolgung. «Wir müssen dafür sorgen, dass Polizei und Sicherheitsbehörden Täter auch im Netz identifizieren, Straftaten verhindern und Betroffene wirksam schützen können», sagte er laut einer Mitteilung seines Ministeriums. Deepfakes seien keine virtuelle Nebensache. «Digitale Gewalt ist reale Gewalt.»

Hintergrund der aktuellen Debatte über digitale Gewalt sind schwere Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der «Spiegel» berichtet hatte. Ulmens Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an, bei der es sich «in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung» handle. Zudem würden «unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet».

«Was Collien Fernandes öffentlich geschildert hat, bewegt und erschüttert», führte Redmann aus. Es verdiene Respekt, mit welchem Mut sie ihr Schicksal öffentlich macht und damit vielen anderen Betroffenen eine Stimme gebe. Digitale Gewalt verletze Menschen tief und müsse vom Staat ernst genommen werden. Dafür brauche es auch «mehr Cybercrime-Kompetenz, moderne Technik und einen Rechtsstaat, der auch online durchsetzungsfähig ist».

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