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Woidke lässt offen: Nochmal antreten oder das Amt übergeben

Woidke lässt offen: Nochmal antreten oder das Amt übergeben
Der Brandenburger Regierungschef Dietmar Woidke lässt seine politische Zukunft bisher offen. (Archivbild) / Foto: Frank Hammerschmidt/dpa
Brandenburgs Ministerpräsident Woidke ist Deutschland dienstältester Regierungschef. Will er zur Landtagswahl 2029 nochmal als Spitzenkandidat ran? Er nennt diese und noch eine andere Option.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke schließt neben einer weiteren Spitzenkandidatur für die Landtagswahl in drei Jahren auch einen vorzeitigen Rückzug nicht aus. «Ich weiß um meine Verantwortung für dieses Land. Und dieser Verantwortung werde ich auch gerecht werden», sagte der SPD-Politiker dem «Tagesspiegel». «Entweder ich werde wieder antreten oder es wird den rechtzeitigen Übergang geben. Ich bin nicht als Egoist bekannt.»

Deutschlands dienstältester Ministerpräsident sieht aber keinen Zeitdruck. «Diese Entscheidung treffen wir gemeinsam mit meiner Partei. Und die treffe ich natürlich auch mit meiner Frau», sagte Woidke, der seit 2013 im Amt ist. «Wir sind noch nicht einmal in der Hälfte der Legislatur, deswegen habe ich solche Gedanken auch erstmal ein Stückchen nach hinten geschoben.»

Woidke sieht viele mögliche Ministerpräsidentenkandidaten

Der Regierungschef hält nach eigenen Worten die These für gewagt, dass es in Sachsen-Anhalt ein komplett anderes Wahlergebnis gegeben hätte, wenn Rainer Haseloff ein halbes oder Dreivierteljahr früher an Sven Schulze übergeben hätte. Die CDU hatte bei der dortigen Landtagswahl Anfang September ein Debakel erlebt, die AfD wurde mit Abstand stärkste Kraft.

Woidke sieht mehrere potenzielle SPD-Kandidaten für 2029 – nennt aber keine Namen. «Wichtig ist dabei natürlich, dass die Person mit Themen, Vertrauen und Verantwortung verbunden wird», sagte er. «Und dafür gibt es sehr, sehr viele Persönlichkeiten in der Brandenburger SPD, Gott sei Dank!» Als mögliche Nachfolger gelten bisher Finanzminister Daniel Keller, Sozialminister René Wilke und Wissenschaftsministerin Manja Schüle.

Im Februar hatte sich Woidke offen dafür gezeigt, auch bei der nächsten Landtagswahl nochmal anzutreten. Er zitierte damals im «Nordkurier» den Titel des James-Bond-Films «Sag niemals nie».

Woidke über den Kurs der SPD: «Macht mich schon besorgt»

Der SPD-Politiker kritisierte den Kurs seiner Partei. «Die SPD hat die riesengroße Verantwortung, vor allem für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer da zu sein», sagte Woidke. «Dass meine Partei diesen Auftrag nur unzureichend erfüllt, macht mich schon besorgt. Wirtschaftskompetenz und soziale Kompetenz der SPD müssen zusammengehören.» Es gehe aber nicht um Personen.

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