Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat versichert, beim nächsten Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen werde wieder ein Vertreter des Landes Berlin anwesend sein. Bei der Sitzung des Landesparlaments hatte die Linke-Fraktionsvorsitzende Anne Helm den Regierungschef gefragt, wie es passieren konnte, dass zum diesjährigen Jahrestag am vergangenen Sonntag kein Vertreter des Regierenden Bürgermeisters oder des Abgeordnetenhauses erschienen sei. «Es ist ein internes Missverständnis gewesen, das bedauerlicherweise dazu geführt hat», räumte Wegner ein.
«Glauben Sie mir, ich bedaure das sehr. Wir werden im kommenden Jahr sicherstellen, dass ein Vertreter des Landes Berlin da sein wird.» Wegner ließ auf Helms Rückfrage offen, ob er persönlich nach Oranienburg fahren werde.
Der «Tagesspiegel» hatte am Mittwoch von Irritationen bei der Gedenkstunde am Sonntag berichtet, als aufgefallen sei, dass bei der vorgesehenen Kranzniederlegung kein Vertreter des Regierenden Bürgermeisters und auch keiner des Landesparlaments anwesend gewesen sei.