Der Anschlag auf das Berliner Stromversorgung am 3. Januar hat einen tagelangen Krisenfall in der Hauptstadt ausgelöst. Für den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner dauert die Krise weiter an - es geht um seine politische Existenz. So hat sich Wegner in den vergangenen Monaten zu seinem vielfach kritisierten Krisenmanagement geäußert:
4. Januar: Beim Besuch einer Notunterkunft sagt Wegner: «Ich habe mich gestern weder gelangweilt noch die Füße hochgelegt, sondern ich war den ganzen Tag am Telefon und habe versucht zu koordinieren und mich bestmöglich zu informieren, weil ich denke, das hilft den Menschen noch mehr.» Er sei am ersten Tag des Stromausfalls zu Hause gewesen und habe sich in sein Büro «eingeschlossen», sagt der CDU-Politiker weiter.
6. Januar: Aus dem Umfeld von Wegner wird Kritik zurückgewiesen. Wegner habe am 3. Januar den ganzen Tag über telefoniert. Das wäre vor Ort im Krisengebiet ohne Internet- und Handyempfang gar nicht möglich gewesen. Ebenso werden Behauptungen zurückgewiesen, Wegner habe sich gar nicht in Berlin aufgehalten.