In der Stichwahl im Landkreis Ostprignitz-Ruppin hat sich SPD-Amtsinhaber Ralf Reinhardt gegen den AfD-Landtagsabgeordneten Torsten Arndt durchgesetzt. Reinhardt erhielt laut vorläufigem Endergebnis 60,6 Prozent der abgegebenen Stimmen. AfD-Kandidat Arndt kam auf 39,4 Prozent. Für Reinhardt beginnt nun die dritte Amtszeit.
Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft den AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistisch ein. Die AfD war in Brandenburg bisher nur bei der Bürgermeisterwahl in Zehdenick erfolgreich, wo René Stadtkewitz im Mai gewählt wurde.
Reinhardt lag beim ersten Wahldurchgang vorn
Beim ersten Durchgang am 7. Juni hatte Reinhardt 34,7 Prozent der Stimmen erhalten, Arndt kam auf 30,3 Prozent. Der parteilose Einzelbewerber Thomas Kresse erzielte 23,9 Prozent, Ronald Mundt von der Freien Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin 11,1 Prozent.
Der 49-jährige Reinhardt wurde 2006 in Wusterhausen/Dosse jüngster Bürgermeister Brandenburgs. Seit 2010 ist er Landrat in Ostprignitz-Ruppin. Reinhardt, der 1976 geboren wurde, strebte im Wahlkampf einen Halbstundentakt für den Regionalexpress RE 6, Glasfaser für jeden Haushalt und eine Gesundheitsversorgung mit Zukunft an.