Die schwarz-rote Regierungskoalition will das Tempelhofer Feld noch stärker als bisher zur Unterbringung von Geflüchteten nutzen. Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz stimmte am Donnerstag einem entsprechenden Gesetzentwurf zu, über den anschließend das Abgeordnetenhaus noch entscheiden muss. «Wir reden hier nicht abstrakt über irgendwelche Flächen, sondern wir reden über die Unterbringung von Menschen», sagte Umwelt- und Klimaschutz-Staatssekretärin Britta Behrendt (CDU) in der Ausschusssitzung.
In dem Entwurf geht es darum, die bisher schon vorhandenen Flüchtlingsunterkünfte auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens nutzen zu können sowie weitere Flächen für eventuelle neue Unterkünfte. Behrendt wies auf die Geflüchteten hin, die weiterhin nach Berlin kommen: «Wenn Sie sich die Lage angucken, wie sie sich darstellt mit monatlich 1500 bis 1800 Menschen und den Kapazitäten, die wir haben, dann wird relativ schnell deutlich, dass wir spätestens im Juni, Juli an unsere Kapazitätsgrenzen stoßen.»