Ein Dorf von Welt - das war Meseberg, wenn die Staatsgäste ins Schloss kamen. Der kleine Ort in Brandenburg wurde zum Schauplatz großer Politik. Doch der Vorhang schließt sich: Das Schloss verliert seinen Titel als Gästehaus der Bundesregierung. Ab Februar 2027 läuft der Vertrag der Regierung mit der Messerschmitt-Stiftung aus. Für Meseberg geht eine Ära zu Ende.
Der Ort mit rund 120 Einwohnern, der zur Stadt Gransee in Brandenburg gehört, liegt etwa 70 Kilometer nördlich von Berlin idyllisch am Huwenowsee. Rund 20 Jahre lang hat die Bundesregierung das Barockschloss als Bühne genutzt, wenn Präsidenten und Regierungschefs empfangen wurden oder das Kabinett tagte.