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Rund 30 Rekrutinnen und Rekruten leisten Fahneneid vor Berliner Abgeordnetenhaus

Das öffentliche Gelöbnis von Bundeswehr-Rekruten vor dem Berliner Abgeordnetenhaus war das dritte dieser Art seit der Premiere 2024. / Foto: Carsten Koall/dpa
Das öffentliche Gelöbnis von Bundeswehr-Rekruten vor dem Berliner Abgeordnetenhaus war das dritte dieser Art seit der Premiere 2024. / Foto: Carsten Koall/dpa

Rund 30 Rekrutinnen und Rekruten des Wachbataillons leisteten vor dem Berliner Abgeordnetenhaus den Fahneneid; rund 200 Gäste und Gegenprotest waren anwesend.

Bei einem öffentlichen Gelöbnis der Bundeswehr vor dem Berliner Abgeordnetenhaus haben rund 30 Rekrutinnen und Rekruten ihren Fahneneid geleistet. Die jungen Soldaten gehören dem Wachbataillon beim Bundesverteidigungsministerium an. An der feierlichen Zeremonie nahmen nach Angaben von Parlament und Bundeswehr etwa 200 Gäste teil, darunter Familienangehörige der Rekruten und Vertreter aus Politik und Gesellschaft. Es war nach 2024 und 2025 das dritte öffentliche Gelöbnis vor dem Parlament. 

«Die Bundeswehr gehört in die Mitte unserer Gesellschaft. Das zeigt das feierliche Gelöbnis vor dem Berliner Abgeordnetenhaus bereits zum dritten Mal», sagte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) in einem Grußwort. «Wer den Eid auf die Bundesrepublik Deutschland leistet, übernimmt Verantwortung für Frieden, Freiheit und Demokratie in unserem Land und weltweit.» 

Debatte über Wehrpflicht

Die Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses, Cornelia Seibeld (CDU), erinnerte in ihrer Rede daran, dass Freiheit nicht selbstverständlich sei. «Menschenwürde, Freiheit und Demokratie bleiben ohne persönlichen Einsatz nicht dauerhaft bestehen. Diese Werte lassen sich nicht vom Sofa aus verteidigen.» 

Daher werde zu Recht wieder eine Diskussion über eine Wehrpflicht geführt, so Seibeld. «Die sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit machen deutlich: Auf Dauer wird es vermutlich nicht ausreichen, allein auf Freiwilligkeit zu setzen.»

Wehrdienstgegner demonstrieren 

Unweit des abgesperrten Gelöbnis-Ortes demonstrierten laut Polizei einige Menschen gegen den Wehrdienst. In einem Aufruf zu dem Protest beklagten linke Gruppen eine zunehmende «Militarisierung des öffentlichen Raums» und betonten: «Wir geloben der Kriegsdienstverweigerung».

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