Die Serie von Rücktritten in den Kreisspitzen des BSW Brandenburg reißt nicht ab. Die Kreisvorsitzende von Elbe-Elster, Manja Keller-Felsch, trat zurück und erklärte ihren Austritt aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Damit haben bisher mindestens sechs Kreisvorsitzende aus 18 Kreisverbänden das BSW verlassen.
Ex-Kreischefin: Keine klare Abgrenzung zur AfD
Die bisherige Kreisvorsitzende in Elbe-Elster nennt als zentralen Grund eine aus ihrer Sicht nicht ausreichende politische Abgrenzung des BSW gegenüber der AfD. «Gerade in Brandenburg braucht es aus meiner Sicht eine eindeutige Haltung. Diese erkenne ich derzeit nicht in der notwendigen Klarheit», teilte Keller-Felsch mit. Eine klare Grenzziehung werde verwässert oder relativiert.
Ihre Kritik richte sich nicht allein gegen die Landesvorsitzende Friederike Benda, «sondern vor allem gegen die Strukturen im Landesverband und den Umgang mit Kritik». «Die Kreisverbände werden zu wenig oder gar nicht einbezogen», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.