Nach der Eröffnung eines Bürgerbüros der rechtsextremistischen Gruppierung Der Dritte Weg in Wittstock/Dosse rechnet das Innenministerium damit, dass die Kleinpartei in Brandenburg weitere Immobilien sucht. Die Ansiedlung im Zentrum des 14.000 Einwohner-Städtchens im Nordwesten Brandenburgs löst Besorgnis aus.
Wie ein Sprecher des Innenministeriums in Potsdam auf Anfrage mitteilte, verfügt die Partei Der Dritte Weg mit dem Partei- und Bürgerbüro über ihre erste eigene Immobilie im Land. Parteiaktivitäten wie Schulungen und «Stützpunktabende» ließen sich so einfacher organisieren. «Vor diesem Hintergrund ist damit zu rechnen, dass die Partei zukünftig weitere Immobilien im Land unter ihre Kontrolle bekommen möchte. Ebenso sind weitere Stützpunktgründungen zu erwarten.»
Nach Angaben des Ministeriums hat der Dritte Weg seine Strukturen in den vergangenen Jahren ausgebaut. Es gebe inzwischen drei sogenannte Stützpunkte in Brandenburg. Laut Verfassungsschutzbericht 2023 ist die Partei bereits in der Uckermark und in Potsdam-Mittelmark aktiv.